Viele Medikamente ermöglichen Hunden und Katzen trotz chronischer Erkrankungen ein gutes und aktives Leben. Ob Schmerzmittel, Herzmedikamente, Schilddrüsentabletten oder Medikamente gegen Epilepsie: Bei einer langfristigen Behandlung sind regelmäßige Blutuntersuchungen ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.
Warum sind Blutkontrollen sinnvoll?
Viele Medikamente werden über die Leber oder die Nieren verarbeitet und ausgeschieden. Dadurch können diese Organe im Laufe der Zeit belastet werden. Veränderungen treten oft schleichend auf und verursachen zunächst keine sichtbaren Symptome.
Regelmäßige Blutuntersuchungen helfen dabei, mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. So können wir überprüfen, ob Ihr Tier die Medikamente weiterhin gut verträgt und ob die Behandlung optimal eingestellt ist. Werden Auffälligkeiten festgestellt, kann die Therapie rechtzeitig angepasst werden, bevor ernsthafte gesundheitliche Probleme entstehen.
Welche Werte werden kontrolliert?
Welche Blutwerte untersucht werden, hängt von der Erkrankung und den eingesetzten Medikamenten ab.
Leberwerte: Da die Leber viele Medikamente abbaut, geben diese Werte wichtige Hinweise auf ihre Funktion und mögliche Belastungen.
Nierenwerte: Die Nieren filtern Stoffwechselprodukte und Medikamentenreste aus dem Körper. Regelmäßige Kontrollen zeigen, ob sie weiterhin zuverlässig arbeiten.
Blutbild: Hier werden unter anderem die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Blutplättchen überprüft. Einige Medikamente können diese Werte beeinflussen.
Weitere Werte: Je nach Therapie können zusätzlich Elektrolyte, Schilddrüsenwerte oder spezielle Medikamentenspiegel kontrolliert werden.
Wie oft sollte eine Kontrolle erfolgen?
Der ideale Kontrollrhythmus ist individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Erkrankung, das verwendete Medikament, das Alter des Tieres und mögliche Vorerkrankungen. Während manche Patienten nur ein- bis zweimal jährlich kontrolliert werden müssen, können bei anderen Tieren häufigere Untersuchungen sinnvoll sein.
Früher erkennen, besser behandeln
Regelmäßige Blutuntersuchungen tragen dazu bei, die Sicherheit einer Langzeitmedikation zu erhöhen und die Gesundheit Ihres Tieres bestmöglich zu schützen. Viele Veränderungen können erkannt werden, bevor Beschwerden entstehen. Dadurch lassen sich Therapien gezielt anpassen und langfristig erfolgreich fortführen.
Hat Ihr Tier eine dauerhafte Medikation oder stehen Fragen zu Kontrolluntersuchungen im Raum? Sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie individuell und finden gemeinsam den passenden Untersuchungsplan für Ihren Vierbeiner.
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